ZUM HAUPTMENU / Impressionen aus KAMBODSCHA 03/2004
     
 

Kambodscha (Cambodia):

     

Phnom Penh - Königspalast

river roads of Battambang


Angkor Thom

     

Markt nähe Phnom Penh

Markt nähe Phnom Penh

Fahrt nach Battambang
     

Mebon Tempel
Klicken Sie auf ein Bild, um es zu Vergrößern

Angkor Wat
     

Ta Prohm Tempel

Flußfahrt zum Tonle Sap

cambodian children

Königreich Kambodscha

Geografie
Das Land         
Mit einer Fläche von 181.035 qkm ist das Königreich Kambodscha das kleinste Land in Indochina. Im Nordwesten grenzt das Land an Thailand, im Norden an Laos, im Osten an Vietnam und im Südwesten an den Golf von Thailand.
Zwei Drittel der Staatsfläche Kambodschas werden vom zentralen Tiefland eingenommen, das bestimmt wird vom Tonle-Sab-Becken im Westen und der Schwemmlandebene des Mekong im Osten. Der Große See (Tonle Sab) ist das größte Binnengewässer Südostasiens, in der Trockenzeit ist er rund 2500 qkm groß, während der Regenzeit vergrößert sich die Fläche durch das rückgestaute Wasser des Mekong, das entgegen der Flußrichtung in den See strömt, bis zu 20.000 qkm. Die Verbindung zwischen dem Großen See und dem Mekong bildet der Tonle-Sab-Fluß.
Das Tiefland ist von Gebirgszügen und Hochebenen umgeben: Im Westen und Südwesten befindet sich das Kardamomgebirge (Chuor Thnum Kravanh) mit Gipfeln über 1700 m. Im Norden befindet sich die Dankrek-Kette (Khao Phanom Donkrak), ein Sandsteingebirge mit Höhen bis zu 800 m. Die höchste Erhebung des Landes mit 1813 m ist der Phnom Aural östlich des Kardamomgebirges. Südlich dieses Gipfels liegt das Elefantengebirge (Chuor Phnum Damrei), das Höhen bis zu 1100 m aufweist. Im Osten Kambodschas erheben sich die Ausläufer der Annamitischen Küstenkordillere.
Bedeutendster Fluß des Landes ist der Mekong, der im Hochland von Tibet entspringt und im Südchinesischen Meer mündet. Mit einer Länge von ingesamt 4200 km ist der Mekong der längste Fluß Südostasiens, rund 500 km fließen durch kambodschanisches Territorium.
Die Hauptstadt Phnom Penh liegt an der Mündung des Flußes Tonle Sap in den Mekong.   Ç

Klima
In Kambodscha herrscht tropisches Monsunklima mit ganzjährig hohen Temperaturen und einer ausgeprägten Regenzeit. Von Mai bis Oktober bringt der Südwestmonsun feuchte Luftmassen heran, an den Küsten und an den Westhängen des Elefantengebirges fallen bis über 5000 mm jährlich, im Binnenland zwischen 1300 und 2000 mm. Von November bis März weht der eher trockene Nordostmonsun. Die durchschnittlichen Temperaturen in der Hauptstadt Phnom Penh liegen im Januar bei ca. 26°C, im Juli bei 28°C. Der heißeste Monat ist der April mit Durchschnittswerten um 30°C.   Ç

Flora und Fauna
Knapp 60% der Landesfläche sind von Wäldern bedeckt. An den niederschlagsreichen Westhängen der Gebirge findet sich tropischer Regenwald mit Palmen, der ab einer Höhe von ungefähr 700 m in immergrünen Bergwald übergeht. Die zentrale Tiefebene wird von Monsun- und laubabwerfenden Trockenwäldern bestimmt, große Teile werden von Sumpfgebieten (Überschwemmungsland) und Savannen eingenommen. An der Küste finden sich ausgedehnte Mangrovenwälder.
In den dichten Wäldern Kambodschas lebt eine Vielzahl von Tierarten. In abgelegenen Gebieten finden sich u.a. Indische Elefanten, Tiger, Leoparden und verschiedene Bärenarten. Eine Besonderheit der Tierwelt des Landes ist der Kouprey, ein Wildrind mit einer Widerristhöhe von knapp 2 m. Besonders artenreich ist die Vogel- und die Reptilienwelt, neben der bis zu 5 m langen Königskobra findet sich hier die hochgiftige Krait, die zu den Nattern gehört. Im Angkor Nationalpark (107 qkm) im Norden des Sees Tonle Sab leben eine Reihe seltener Tierarten wie z.B. der Muntjakhirsch, der nur eine Widerristhöhe von 65 cm erreicht.   Ç


Kultur und Gesellschaft

Bevölkerung   
Insgesamt leben rund 11,5 Millionen Menschen in Kambodscha. Über 90% gehören zur Volksgruppe der Khmer. Größte ethnische Minderheit mit einem Anteil von rund 5% an der Gesamtbevölkerung sind Vietnamesen, gefolgt von Chinesen mit rund 2%. Im Küstengebiet und am Unterlauf des Mekong leben Angehörige der Cham, die zu den malaiischen Völkern gehören, vor allem im Grenzgebiet zu Thailand in den Bergen finden sich verschiedene Thaivölker, die heute Khmer Loeu genannt werden. Rund 20% der Gesamtbevölkerung lebt in Städten, größte Stadt ist die Haupstadt Phnom Penh mit über einer Million Einwohnern. Weite Teil der Gebirge sind extrem dünn oder gar nicht besiedelt, der Großteil der Kambodschaner lebt im zentralen Tiefland. Amtssprache ist Khmer. Staatsreligion in Kambodscha ist der Buddhismus, dem 90% der Bevölkerung angehören. Religiöse Minderheiten sind Christen, Moslems, auch animistische Religionen werden praktiziert.
Jahrzehntelanger Bürgerkrieg und das grausame Vorgehen der Roten Khmer haben zu extrem schlechten Lebensbedingungen für die Bevölkerung geführt: Mit einem geschätzten Pro-Kopf-Einkommen von 268 US-Dollar jährlich (1999) gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist vollkommen unzureichend, die mittlere Lebenserwartung liegt bei 53 Jahren. Die Familie bildet die wichtigste soziale Absicherung des Einzelnen, trotz der hohen Säuglingssterblichkeit ist das Bevölkerungswachstum mit etwa 3% jährlich sehr hoch. Das Bildungswesen hat sich von den Kriegswirren noch nicht erholt, über 60% der Bevölkerung sind Analphabeten.   Ç

Geschichte
Im 1. Jahrhundert n.Chr. entstand im Süden des heutigen Kambodscha das Fu-Nan-Reich, das rege Handelsbeziehungen zu China, Indien und Arabien unterhielt. Im 6. Jahrhundert wurde dieses Reich von den aus dem Norden einfallenden Khmer unterworfen, das neu gegründete Reich (598) mit der Hauptstadt Chenla zerfiel Ende des 8. Jahrhunderts in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Das südliche Reich kam unter den Einfluß des malaiischen Großreichs Sriwijaya, dessen Zentrum auf Java lag. Von hier hielt der Buddhismus Einzug in das heutige Kambodscha, der sich im 13. Jahrhundert endgültig als bestimmende Religion durchsetzte.
Im 9. Jahrhundert gelang es Jayavarman II., ein neues, einheitliches Khmerreich zu gründen, den Einheitsstaat Kambodscha. Unter seinen Nachfolgern dehnte sich das Reich weit über die Grenzen des heutigen Staates hinaus aus. Seine größte Ausdehnung erreichte das Land im 12. Jahrhundert unter Suryavarman II., zu dieser Zeit entstand auch der berühmte Tempelkomplex Angkor Wat, eine der größten Sakralbauten weltweit. Angkor, seit 889 Hauptstadt, zählte um das Jahr 1200 rund eine Million Einwohner und war damit zu dieser Zeit vermutlich die größte Stadt der Welt.
Ab dem 13. Jahrhundert mußte Kambodscha allmählich seine eroberten Gebiete an das neu entstandene Sukhothai-Reich der Thai abgeben, dessen Nachfolgereich Siam für kurze Zeit die Hauptstadt Angkor eroberte (1353). Die folgenden Kriege Kambodschas mit den Thais und den aus dem Nordosten einfallenden Cham schwächten das Reich zusätzlich, 1431 wurde die Hauptstadt Angkor erneut von den Thai erobert und mußte von den Khmer aufgegeben werden. Die Residenz wurde nach Phnom Penh verlegt.
Die folgenden Jahrhunderte waren gekennzeichnet von ständigen Auseinandersetzungen Kambodschas mit dem Königreich von Siam (Thailand) und den vietnamesischen Nguyen-Königen, wobei das Reich immer mehr Gebiete verlor und geschwächt wurde. Um einer völligen Einnahme des Landes durch Siam oder Viêt-Nam zu entgehen, schloß der kambodschanische König Norodom I. im August 1864 einen Protektoratsvertrag mit Frankreich, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Unterwerfung Indochinas begonnen hatte. Mit dem Vertrag begann die Kolonialzeit Kambodschas, die bis 1954 dauern sollte. Die Schutzmacht übernahm die Verwaltung des Landes, französische Siedler begannen mit dem Anlegen riesiger Baumwoll- und Kautschukplantagen. Als Arbeitskräfte wurden sowohl Chinesen als auch Vietnamesen ins Land geholt. Das Königtum blieb bestehen, der König hatte aber kaum noch Verfügungsgewalt.
1887 wurden die französischen Protektorate in Indochina (neben Kambodscha noch Südvietnam/Cochinchina, Zentralvietnam/Annam und Nordvietnam/Tongking) zur „Union Indochina“ zusammengefaßt (Französisch-Indochina). 1893 wurde Laos ebenfalls angegliedert.
Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde Kambodscha von Japan besetzt. Im März 1945 erklärte der kambodschanische Prinz Norodom Sihanouk mit dem Einverständnis der Japaner das Land für unabhängig und alle Verträge mit Frankreich für ungültig. Nach der Niederlage Japans im August des selben Jahres blieb das Land weiter französisches Protektorat. Die schon während des Zweiten Weltkriegs gegen die französischen Besatzer rebellierende Gruppe der Freien Khmer (Khmer Issarak) verbündete sich mit den kommunistisch orientierten Vietminh und führte ihren Guerillakrieg gegen Frankreich fort. 1949 gewährte Frankreich dem Land eine begrenzte Souveränität (im Rahmen der Französischen Union), 1954 mußte die ehemalige Schutzmacht nach der Genfer Indochina-Konferenz die Unabhängigkeit Kambodschas anerkennen.
Der noch von den Franzosen eingesetzte König Norodom Sihanouk überließ zunächst seinem Vater Norodom Suramarit die Königswürde, nach dessen Ableben 1960 übernahm er selbst wieder die Staatsführung, verzichtete jedoch auf den Titel des Königs und regierte als Staatspräsident. Im ausbrechenden Vietnamkrieg versuchte sich Kambodscha zunächst neutral zu verhalten, doch nach Bombardierungen kambodschanischer Dörfer entlang der Grenze zu Vietnam durch US-Flugzeuge (hier hatten die kommunistischen Vietcong Lager errichtet, in denen sie über den berühmten Ho-Chi-Minh-Pfad Nachschub aus Nordvietnam erhielten) brach Sihanouk Ende der 60er Jahre die diplomatischen Beziehungen zu den USA ab.
1970 kam es zu einem von den USA unterstützen Putsch in Kambodscha, in Abwesenheit wurde Norodom Sihanouk gestürzt, sein Nachfolger wurde General Lon Nol. US-amerikanische und südvietnamesische Truppen marschieren zur Unterstützung der Regierung von Lon Nol in Kambodscha ein. Im gleichen Jahr rief Lon Nol die Republik „Khmer“ aus. Sihanouk ging ins Exil nach Peking. In Kambodscha selbst begann der Kampf der 1966 gegründeten „Roten Khmer“, die von Nordvietnam und der Volksrepublik China unterstützt wurden, gegen die neue Regierung. 1975 nahmen die Roten Khmer die Haupstadt Phnom Penh ein. Die Volksrepublik Kambodscha wurde ausgerufen, Staatsoberhaupt wurde Norodom Sihanouk, Pol Pot Regierungschef. Sihanouk mußte bereits ein Jahr später sein Amt aufgrund seiner Kritik am Kurs der neuen Regierung aufgeben, sein Nachfolger wurde Khieu Samphan, ebenso wie Pol Pot ein Anführer der Roten Khmer.
Es begann eine beispiellos grausame Phase der Umerziehung der Bevölkerung zum Kommunismus und der Abschottung des Landes nach außen: u.a. wurden die Städte entvölkert (Einwohner in Phnom Penh 1974 2,4 Millionen, 1978 etwa 20.000), die Menschen sollten durch möglichst primitive Lebensumstände vor den schädlichen westlichen Einflüssen abgeschirmt werden. Intellektuelle und Oppositionelle wurden zu tausenden verschleppt und hingerichtet: es wurde von bis zu einer Million Toten durch das Pol-Pot-Regime ausgegangen, bis man 1997 weitere Massengräber entdeckte, seitdem schätzt man die Zahl der Toten auf rund zwei Millionen.
Ende 1978 griffen Truppen des wiedervereinigten Vietnam (von der Sowjetunion unterstützt) kambodschanisches Gebiet an, um die dortige Regierung zu stürzen. Mit ihrer Unterstützung stürzte im Januar 1979 die kambodschanische „Einheitsfront für nationale Rettung“ das Pol-Pot-Regime. Die Roten Khmer zogen sich in den Nordwesten des Landes zurück und begannen erneuten einen Guerillakrieg gegen die von den Vietnamesen eingesetzte Regierung unter Heng Samrin. 1982 bildete sich in Malaysia unter der Leitung von Norodom Sihanouk unter Einbeziehung von Roten Khmer und Anhängern der prowestlichen kambodschanischen Widerstandsbewegung eine Exilregierung, die von der UNO anerkannt wurde. 1989 zogen sich die letzten vietnamesischen Truppen aus Kambodscha zurück. Zwischen der Exilregierung und der Regierung in Phnom Penh (seit 1985 Hun Sen) kam es wiederholt zu Gesprächen über eine gemeinsame Regierung, 1991 unterzeichneten alle beteiligten Bürgerkriegsparteien einen von der UNO ausgehandelten Waffenstillstand. Sihanouk wurde Führer einer Übergangsregierung, im September 1993 wurden unter Aufsicht einer UN-Friedenstruppe erstmals freie Wahlen seit über 20 Jahren abgehalten. Eine neue Verfassung machte Kambodscha wieder zur konstitutionellen Monarchie, Norodom Sihanouk wurde zum König gekrönt.
Die Roten Khmer, die sich einer Entwaffnung durch die UN-Friedenstruppen widersetzten, boykottierten die Wahlen 1993 und nahmen ihren Kampf gegen die kambodschanische Regierung erneut auf. Per Parlamentsbeschluß wurde die Gruppierung im Juli 1994 verboten, zu dieser Zeit gehörten ihr etwa noch 10.000 Kämpfer an. 1996 gab ein Großteil der Roten Khmer ihren bewaffneten Kampf auf und unterzeichnete mit der Regierung in Phnom Penh ein Friedensabkommen, im Gegenzug wurde ihnen eine Amnestie zugesichert. Der Rest der Roten Khmer, schätzungsweise noch 2000 Mann, setzten ihre Kämpfe fort.
Das ohnehin wirtschaftlich am Boden liegende Land wurde 1997 durch eine Auseinandersetzung innerhalb der Regierung weiter geschwächt: bewaffnete Truppen des Ersten und des Zweiten Ministerpräsidenten lieferten sich in der Hauptstadt erbitterte Kämpfe. Bei den ersten von Kambodscha selbst organisierten Parlamentswahlen im Juli 1998 gewann die sozialistische Volkspartei CCP von Hun Sen 64 der ingesamt 122 Sitze, Hun Sen wurde Erster Ministerpräsident, 1998 wurde eine Koalitionsregierung aus CCP und FUNCINPEC gebildet. Im Dezember des gleichen Jahres kapitulierten die letzten kämpfenden Einheiten der Roten Khmer. Nachdem sich die politische Lage beruhigt hatte, wurde Kambodscha als zehntes Mitglied in den südostasiatischen Staatenverbund ASEAN aufgenommen und nahm wieder seinen Sitz in der UNO ein. Im Januar 2001 wurde per Gesetz das Amnestieversprechen von Regierungschef Hun Sen für die ehemaligen Angehörigen der Roten Khmer rückgängig gemacht.   Ç

Politisches System
Hauptstadt: Phnom Penh      
Kambodscha ist eine konstitutionelle Monarchie. Staatsoberhaupt ist der König (Norodom Sihanouk, seit September 1993), der laut Verfassung vor allem repräsentative Aufgaben wahrnimmt. Die Exekutive liegt beim Ministerpräsident (Hun Sen, seit November 1998) und ist normalerweise Vertreter der stärksten Partei. Die Legislative liegt beim Zwei-Kammern-Parlament, das aus der Nationalversammlung mit 122 Sitzen (Abgeordnete werden vom Volk für fünf Jahre gewählt) und dem Senat mit 61 Sitzen besteht. Die letzten Parlamentswahlen fanden im Juli 1998 statt.
Die höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof in Phnom Penh.   Ç


Wirtschaft   
Kambodscha gehört mit einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 270 US-Dollar (1999) zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Konflikte in Indochina, der Vietnam-Krieg und die anhaltenden Bürgerkriege im Land haben die Wirtschaft und die Infrastruktur des Landes vollkommen ruiniert. Seit der Beruhigung der politischen Lage Ende der 90er Jahre stabilisiert sich die Wirtschaft zunehmend, vermehrt fließen nun ausländische Gelder ins Land, die an entsprechende Reformverpflichtungen gebunden sind. Das Wirtschaftswachstum wurde für das Jahr 2000 auf knapp 5% geschätzt, wobei vor allem die Sektoren Textilien, Tourismus und Handel stabile Steigerungsraten zu verzeichnen hatten.
Die Landwirtschaft erwirtschaftet rund 42% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), knapp 80% aller Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich. Hauptanbauprodukt – inzwischen auch wieder für den Export – ist Reis, der auf 80% der landwirtschaftlichen Nutzflächen angebaut wird. Im zentralen Tiefland sind drei Ernten im Jahr möglich. Weitere bedeutende Anbauprodukte sind Kautschuk, Mais, Maniok, Soja und Obst (Bananen, Ananas, Mangos). Die Forstwirtschaft hat starken Anteil am Exportvolumen (Edelhölzer). Sowohl der Große See (Tonle Sap) als auch der Mekong sind äußerst fischreiche Gewässer, die Fischerei dient vor allem zur Selbstversorgung der Bevölkerung.
Die Industrie in Kambodscha ist nur schwach entwickelt und beschänkt sich überwiegend auf Kleinbetriebe, in denen vor allem Textilien und Kunsthandwerk produziert bzw. Nahrungsmittel verarbeitet werden. Die Industrie trägt etwa 17% zum BIP bei. An Bodenschätzen werden Phosphat, Bauxit, Zinn und Edelsteine abgebaut.
Haupthandelspartner Kambodschas sind die Staaten Südostasiens, vor allem Vietnam und Thailand. Das Verkehrsnetz des Landes befindet sich in sehr schlechtem Zustand, von insgesamt rund 14.000 m Straße ist nur ein Fünftel asphaltiert, wichtigste Strecke im Schienenverkehr ist die Verbindung zwischen der Hauptstadt Phnom Penh und dem Seehafen Kompong Som und die Verbindung nach Thailand.