ZUM HAUPTMENU / Impressionen aus Thailand/KohSamui - April 1999
     
 
     

Essenszustellung

Bucht an Küste von Rayong

Palmen wie im Bilderbuch
     

ein scharfes Süppchen

Essen am Strand?

Buddas über Buddas
     

ein goldener Budda
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Strandidylle


Thailand
Königreich Thailand

Geografie
Das Land         
Das Königreich Thailand, das bis 1939 Siam hieß, liegt im Zentrum Hinterindiens. Es grenzt im Süden auf der Malaccahalbinsel an Malaysia, im Westen an Myanmar (Birma), im Norden und Nordwesten an Laos und im Südwesten an Kambodscha. Mit einer Fläche von 513.115 qkm ist Thailand etwas kleiner als Frankreich. Mehrere Gebirgszüge bestimmen die Landschaftsform: Im Nordwesten liegt in einer der Gebirgsketten, die entlang der Grenze zu Myanmar verläuft, der Doi Inthanon, mit 2576 m der höchste Berg Thailands. Von Nord nach Süd verlaufende Flüsse durchschneiden die Gebirgskette. In Nordostthailand befindet sich das Khoratgebirge und das gleichnamige Plateau, das mit ca. 150.000 qkm rund zwei Drittel der Landesfläche einnimmt und von vielen Flüssen durchquert wird. Das Khoratplateau liegt etwa 100-200 m über dem Meerespiegel und ist durch das Tal des Mekong begrenzt, in den auch die meisten Flüsse münden. Ein weiterer Gebirgszug zieht sich ungefähr durch die Mitte Thailands, zunächst in Nord-Süd-, dann in Ost-West-Richtung. Die Gebirge im Westen erreichen Höhen bis rund 2000 m und sind gekennzeichnt durch sehr steile Hänge und tiefeingeschnittene Täler.
Zwischen den Gebirgsketten im zentralen und im westlichen Thailand liegt eine breite, fruchtbare Schwemmlandebene, die von zahlreichen Flüssen durchzogen ist. Der größte unter ihnen, 365 km lang, ist der Menam (Chao Phraya), nach dem das Tiefland auch benannt ist. Die Flüsse münden südwestlich der Hauptstadt Bangkok in den Golf von Thailand, nachdem sie ein etwa 20.000 qkm großes Delta durchflossen haben. In der Regenzeit überschwemmen die Flüsse regelmäßig das Land und lagern große Mengen an Schlamm ab, Grundlage für die intensive landwirtschaftliche Nutzung dieses dichtbesiedelten Gebietes. Der Südwesten Thailands liegt auf der Malakkahalbinsel, der zahlreiche Inseln vorgelagert sind. Hier befinden sich die Touristenzentren des Landes (z.B. auf Phuket, der größten der Inseln).
Bangkok ist mit rund 6 Millionen Einwohnern die größte Stadt Thailands und gleichzeitig bedeutendster Hafen. Weitere größere Städte sind Songkhla (243.000 Einwohner) und Chiang Mai (170.000 Einwohner) im Norden des Landes.

Klima
Das feuchte tropische Klima von Thailand wird durch die Monsunwinde bestimmt, die je nach Jahreszeit ihre Richtung wechseln: In der Regenzeit von April/Mai bis zum Oktober bringt der Südwestmonsun feuchte Luftmassen heran, die größte Niederschlagsmenge wird auf der Westseite der Malakkahalbinsel mit teilweise bis zu 6000 mm jährlich gemessen. Je nach Region fallen in den übrigen Landesteilen zwischen 1000 und 3000 mm, prinzipiell fallen im Nordosten weniger Niederschläge als im Süden. In der trockenen Jahreshälfte (November bis April) weht der Monsun aus Richtung Nordost. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über relativ hoch und weisen keine großen Schwankungen zwischen Sommer- und Winterhalbjahr auf. In Bangkok werden im Januar 26°C, im Juli 29°C gemessen, in Chiang Mai im Norden des Landes im Januar 21°C, im Juli ebenfalls 29°C.

Flora und Fauna
Das Klima sorgt für eine üppige und artenreiche Vegetation in Thailand. Rund 40% der Landesfläche sind mit Wäldern bedeckt. Typisch sind die sog. Monsunwälder mit Bäumen, die in der Trockenzeit ihre Blätter abwerfen. In den Hochlandgebieten wachsen neben zahlreichen anderen tropischen Gewächsen Teakholzbäume, Eichen, zahlreiche Orchideenarten und Hibiskus. Durch Brandrodung im Rahmen der landwirtschaftlichen Nutzung wird der Baumbestand im Norden des Landes immer weiter dezimiert. Tropischer Regenwald findet sich nur noch in Restbeständen auf der Malakkahalbinsel und am Rande des Khoratgebirges im Nordosten Thailands. In den Küstenregionen und im Menamdelta finden sich ausgedehnte Mangroven- und Sumpfgebiete, in denen neben anderen tropischen Hölzern auch Eben- und Rosenholzbäume wachsen. Seit 1989 gibt es in Thailand ein Holzschlagverbot.

Besonders die Vogel- und Schlangenwelt ist in Thailand sehr artenreich. In den Sumpfgebieten und Mangrovenwäldern leben neben diversen Giftschlangen und Krokodilen u.a. verschiedene Affenarten, Winkerkrabben und Schlammspringer. Größere Säugetierarten wie Leopard, Tiger und Büffel sind in ihrem Bestand stark zurückgegangen durch die Jagd und die Eingrenzung ihres Lebensraumes. Nashörner und das Schabrackentapir gelten als so gut wie ausgestorben. Vom Aussterben bedroht sind auch mehrere der zahlreichen Affenarten wie z.B. der Weißhand- und der Schopfgibbon.
Seit dem Holzschlagverbot von 1989 werden viele der für den Holzabtransport geschulten Elefanten für Touristenvorführungen verwendet. Auch Affen werden vom Menschen zum Pflücken von Kokosnüssen eingesetzt.


Kultur und Gesellschaft
Bevölkerung   
Thailand hat rund 60 Millionen Einwohner. Der überwiegende Teil der Bevölkerung gehört zu den Thai (Siamesen) bzw. zu den Thaivölkern wie zum Beispiel die Lao, die im Osten und im Nordwesten des Landes leben. In den Regionen im Norden wohnen verschiedene Bergvölker (z.B. Akha, Hmong, Lisu, Karen), die teilweise aus den umliegenden Ländern eingewandert sind. Diese Völker unterscheiden sich zum Teil in Kleidung, Traditionen, Kultur und Sprache erheblich voneinander, obwohl die Dörfer oft nur wenige Kilometer auseinanderliegen.
Die größte Minderheit in Thailand bilden die Chinesen, von denen manche die thailändische Staatsbürgerschaft besitzen. Die meisten von ihnen leben in Chinatown, einem Stadtviertel von Bangkok. Weitere Minderheiten sind die Malaien im Süden des Landes und Khmer und Vietnamesen im Osten des Landes.
Fast 95% der Bevölkerung sind Anhänger des Buddhismus, der im Leben der Bevölkerung eine große Rolle spielt. Im Land gibt es über 18.000 buddhistische Tempel und Heiligtümer. Moslems, Hindus und Christen stellen nur eine Minderheit dar.

Geschichte
Das Volk der Thai wanderte im 12. Jahrhundert aus China in das Gebiet des heutigen Thailand ein. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es hier schon verschiedene buddhistische (Dwarawati) und hinduistische (Khmer) Reiche gegeben. Die Thais gründeten um 1238 in der ehemaligen Khmerstadt Sukhothai das Königreich Siam mit Indratitya als erstem Herrscher. In der folgenden Zeit vergrößerte sich das Reich unter König Rama Kamhaeng um ein Vielfaches: neben dem Gebiet des heutigen Thailand gehörten auch noch der Südosten Myanmars und der Norden von Laos zum Reichsgebiet. Nach dem Tod des Königs zerfiel das Reich in mehrere voneinander unabhängige Thai-Staaten. Unter Rama Thibodi I. entstand ein neues Großreich mit Ayutthaya (in der Nähe des heutigen Bangkok) als Zentrum (1350-1369). Im 16. Jahrhundert nahmen zuerst die Portugiesen, die sich auf der Südspitze der Malaiischen Halbinsel festgesetzt hatten, gefolgt von den Spaniern, den Holländern, Engländern und Franzosen erste Kontakte zum König von Siam auf. Entgegen vielen anderen Ländern gelang es den Europäern nicht, in den nächsten Jahrhunderten das Thai-Reich zu kolonisieren. Nachdem die prächtige Hauptstadt von Siam, Ayutthaya , im Jahre 1767 von einfallenden Birmanen vollkommen zerstört wurde, entstand nach der Vertreibung der Eroberer eine neues Zentrum: Thon Buri im Mündungsgebiet des Chao Phraya (des heutigen Menam). Rama I. Thibodi (vorher General Paya Chakri) wurde 1782 Begründer der bis heute in Thailand regierenden Chakri-Dynastie. In der Mitte des 19. Jahrhunderts öffnete sich das Königreich zunehmend europäischen Einflüssen, z.B. wurde Großbritannien der freie Handel garantiert. Auch mit den USA und Frankreich wurden Handelsabkommen geschlossen. Etwa zur gleichen Zeit wurden der Sklavenhandel und die Leibeigenschaft abgeschafft, und Postwesen und Verwaltungsapparat nach westlichem Vorbild aufgebaut. Siam blieb als einziger Staat Südostasiens unabhängig, verlor jedoch als Gegenleistung Staatsgebiet an Französisch-Indochina (heutiges Vietnam, Laos und Kambodscha) und an die Briten. Im Ersten Weltkrieg stellte sich Siam auf die Seite der europäischen Westmächte und gehörte 1920 zu den Gründungsmitgliedern des Völkerbundes.
Westliches Gedankengut und die Folgen der Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 30er Jahre, die in der Bevölkerung Unruhen auslösten, führten zu einer Abdankung des herrschenden Monarchen Rama VII. Prajadipok (1935). Schon drei Jahre zuvor war nach einem gewaltlosen Staatsstreich durch das Militär die Absolute in eine Konstitutionelle Monarchie umgewandelt worden. 1939 wurde das Land offiziell von Siam in Thailand (Prathet Thai, „Land der Freien“) umbenannt. Ende der 30er Jahre kündigte das Land die Verträge mit den westlichen Mächten mit dem erklärten Ziel, die Gebietsabtretungen des vergangenen Jahrhunderts rückgängig zu machen. Antiwestliche und nationalistische Strömungen innerhalb der Regierung unter Pibul Songgram führten 1942 zu einer Verbündung mit Japan und dem nationalsozialistischen Deutschland während des Zweiten Weltkriegs. 1944 endete dieses Bündnis durch den Sturz der Militärdiktatur und die Bildung einer neuen Zivilregierung. 1946 wurde Thailand Mitglied der UNO. Ein Jahr später übernahm erneut eine Militärregierung unter Pibul Songgram als Ministerpräsident für 10 Jahre die Macht. Diesmal zeigte sich Pibul Songgram prowestlich orientiert. Thailand band sich stärker an die USA. Bis 1973 herrschten mit Thanom Kittikachorn (1957/58, 1963-73) und Sarit Thanarat (1958-63) zwei diktatorische Regierungschefs: sie verhängten das Kriegsrecht über das Land, verboten politische Parteien und setzten die Verfassung außer Kraft. Die Orientierung hin zu den USA und deren Unterstützung im Kampf gegen kommunistische Rebellen im Norden des Landes bewirkte, daß die Vereinigten Staaten im Vietnam-Krieg Thailand als Luftwaffenbasis nutzen konnten. 1973 kam es nach Studentenunruhen in Bangkok zur Bildung zahlreicher politischer Parteien und einer Zivilregierung, die aber bereits drei Jahre später wieder von einer Militärregierung abgelöst wurde. In den folgenden Jahren kam es zu zahlreichen weiteren Regierungswechseln, die nur teilweise auf Wahlergebnisse zurückzuführen waren. Nur selten griff der König Rama XI. (seit 1946 Bhumipol Adulyadej) dabei ein, wie z.B. 1992, als er nachdrücklich Parlamentswahlen anordnete. Von Beginn der 80er bis Mitte der 90er Jahre verzeichnete das Land dabei ein starkes Wirtschaftswachstum, das hauptsächlich auf dem Export basierte. Dies änderte sich ab 1997, als die Landeswährung Baht mehr als die Hälfte ihres Wertes verlor und es zu einer schweren Wirtschaftskrise kam. Die Probleme in der Wirtschaft hatten häufige Regierungswechsel zur Folge. Seit November 1997 ist der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Chuan Leekpai, Regierungschef Thailands. Zu Beginn des neuen Jahrtausends hat sich die thailändische Währung stabilisiert.

Politisches System
Hauptstadt: Bangkok      
Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie. Der König (seit 1946 Rama IX. Bhumipol Adulyadej) ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Der Regierungschef (Ministerpräsident, seit November 1997 Chuan Leekpai) muß laut der Verfassungsänderung von 1992 (in Kraft ist die Verfassung von 1991) gewähltes Mitglied des Repräsentantenhauses sein. Die Legislative liegt beim Zweikammernparlament (Nationalversammlung), bestehend aus dem Repräsentantenhaus (391 Abgeordnete, für sieben Jahre im Amt) und dem Senat (200 Mitglieder, für sechs Jahre im Amt). In der Regierung sind nach wie vor hohe Militärs von Bedeutung.
Thailand ist in 73 Provinzen aufgeteilt, für die jeweils ein von der Regierung ernannter Gouverneur zuständig ist.


Wirtschaft   
Zwischen 1985 und 1995 lag die Rate für das Wirtschaftswachstum in Thailand meist bei 9% und damit im weltweiten Vergleich extrem hoch. Durch den Verfall der Landeswährung 1997 erlitt die Wirtschaft schwere Einbußen. Durch die enge Zusammenarbeit der Regierung Leekpai mit dem IWF (Internationaler Währungsfond) stabilisiert sich der Bath seit 1999 zunehmend. Die Wachstumsrate im selben Jahr belief sich auf 4%.
In Thailand findet sich ein ausgeprägtes Gefälle zwischen dem wirtschaftlich schwachen Nordteil des Landes und dem finanzkräftigen Süden mit der Zentrale Bangkok. Fast 60% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, überwiegend in Kleinbetrieben. Angebaut werden vor allem Reis, Mais, Hirse, Zuckerrohr, Baumwolle und Tapioka. Thailand gehört zu den weltgrößten Reis-Exporteuren. Vor allem auf der Halbinsel Malakka gibt es große Kautschukplantagen.
Thailand verfügt über vielfältige Bodenschätze. Abgebaut werden vor allem Erze, Braunkohle und Erdgas. Der Energieeigenbedarf kann damit gedeckt werden. Das enorme Wirtschaftswachstum kam vor allem der Industrie zugute, bedeutend sind die Chemie-, Textil und Elektronikindustrie. Viele ausländische Firmen eröffneten in Thailand Produktionsanlagen und nutzten die niedrigen Arbeitslöhne (wobei hier der Konkurrent China immer mehr Investoren abzieht). Ein weiterer bedeutender Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan und Singapur. Exportiert werden neben Reis und Kautschuk vor allem auch Maschinen. Wichtigste Importgüter sind Industrieerzeugnisse und ebenfalls Maschinen bzw. Maschinenteile.