ZUM HAUPTMENU / Impressionen aus Kuba/Havanna/Pinar del Rio - März 2001
     
 
     

auf Havannas Straßen

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Tabakplantagen
     

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Havanna-Impressionen

in einer Zigarren-Fabrik

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Pinar del Rio
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Pinar del Rio

Kuba
Republik Kuba

Geografie
Das Land         
Die Republik Kuba liegt am Eingang des Golfs von Mexiko östlich von Mittelamerika im Karibischen Meer. Das Staatsgebiet umfaßt eine Fläche von insgesamt 110.861 qkm und besteht aus der Hauptinsel Kuba, der größten der Antilleninseln, und rund 1600 weiteren kleinen Inseln und Korallenriffen, die fast alle unbewohnt sind. Vom nordamerikanischen Festland ist Kuba durch die rund 180 km breite Floridastraße getrennt.
Die Hauptinsel Kuba erstreckt sich über eine Länge von rund 1200 km und ist bis zu 200 km breit. Hügel und Ebenen nehmen rund zwei Drittel der Landesfläche ein. Gebirgszüge finden sich im äußersten Osten, im Westen (Sierra Guaniguanico bis knapp 700 m) und im Südosten. Hier steht das Faltengebirge der Sierra Maestra mit der höchsten Erhebung des Landes, dem Pico Turquino mit 1994 m. Weitere Gebirgszüge sind die Sierra del Cristál im Nordosten der Sierra Maestra und das Baracoagebirge. In Zentralkuba liegt das Karstgebirge Sierra del Escambray mit Höhen bis zu 1150 m.
Die Küstenlinie ist rund 6000 km lang und durch zahlreiche Buchten stark zerklüftet. Sämtliche vor der Hauptinsel liegenden Inseln und Riffe bestehen aus Korallenkalk. Havanna (La Habana), die Hauptstadt Kubas, liegt an der Nordwestküste der Insel.

Klima
Kuba liegt im randtropischen Bereich und hat ein wechselfeuchtes Klima mit geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. In der Hauptstadt Havanna werden im Januar 22°C, im Juli 28°C im Durchschnitt gemessen. Von November bis Mai dauert die Trockenzeit, ein Großteil der Niederschläge fallen in den Monaten Juni bis Oktober, im Landesdurchschnitt werden zwischen 1000 mm und 1500 mm gemessen. Zwischen Juni und November können Wirbelstürme (Hurrikane) auftreten, die vor allem in den Küstenregionen schwere Schäden anrichten.

Flora und Fauna
Zur ursprünglichen Vegetation auf Kuba gehörten umfangreiche regengrüne Feuchtwälder, Savannen und Mischwälder, die durch Abholzung für die landwirtschaftliche Nutzung (vor allem das Anlegen großer Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen) und für den Schiffsbau weitgehend zerstört wurden. Dennoch ist die Vegeatation auf Kuba sehr üppig mit an die 8000 Pflanzenarten (unter ihnen rund 700 verschiedene Orchideen). An den Küsten finden sich Mangroven, im Landesinneren die bis zu 40 m hohe Königspalme, eine von rund 300 auf der Insel vorkommenden Palmenarten. Vereinzelt finden sich noch Kiefern-Eichen-Wälder und Reste immergrünen Regenwaldes an den unzugänglichen Berghängen der Sierren im Süden des Landes. Bei den Waldbeständen zeigen Aufforstungsmaßnahmen erste Erfolge. Typisch für die heutige kubanische Vegetation sind vor allem früchtetragende Bäume (Zitronen, Orangen, Grapefruit, Papaya, Mango usw.).
In der Fauna der Insel ist vor allem die Vogelwelt artenreich, das Vorkommen wird auf rund 300 Arten geschätzt. Neben vielen Zugvögeln gehört dazu die Kuba-Amazone, der Kuba-Sittich und der Aura Tiñosa, eine besondere Geierart. In den fischreichen Küstengewässern leben zahlreiche Speisefische und über 30 verschiedene Haiarten. An Reptilien finden sich vor allem Kaimane, Leguane und Schlangen, Krokodile werden auf staatlichen Tierfarmen gezüchtet.


Kultur und Gesellschaft

Bevölkerung   
Kuba hat rund 11,2 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus knapp 70% Weißen, 18% Mulatten und rund 12% Schwarzen, die von ehemaligen Sklaven abstammen. Die ursprüngliche indianische Bevölkerung wurde weitestgehend vertrieben bzw. ging durch von den Kolonialisten eingeschleppte Krankheiten zugrunde. Kleinere Minderheiten bilden Philippinen und Chinesen, die im 19. Jahrhundert einwanderten. Rund drei Viertel der Bevölkerung leben in den Städten, in der Haupstadt Havanna rund 2,3 Millionen Menschen, weitere Städte sind Santiago de Cuba mit rund 440.000 Einwohnern und Camagüey mit rund 294.000 Einwohnern. In den USA, vor allem im Bundesstaat Florida, leben schätzungsweise über eine Million Exilkubaner.
Die Analphabetenquote wird auf rund 3% geschätzt und ist damit für ein Dritte-Welt-Land niedrig, was am Bildungsprogramm der kubanischen Regierung liegt. Auch die Lebenserwartung ist vergleichsweise hoch (Frauen 78 Jahre, Männer 73 Jahre), die medizinische Versorgung ist weitgehend kostenlos.
Heute gelten über die Hälfte der Kubaner als konfessionslos, während der Anteil an Christen auf rund 43% geschätzt wird (seit 1976 herrscht Religionsfreiheit). Amtssprache in Kuba ist Spanisch.

Geschichte
Die Insel Kuba war schon vor Beginn der christlichen Zeitrechnung von verschiedenen Indianerstämmen besiedelt. Erste Ackerbaukenntnisse wurden von den aus dem Amazonasbecken kommenden Tainos auf die Insel gebracht. 1492 entdeckte Christoph Kolumbus die Insel, als er einen westlichen Seeweg über den Atlantik nach Hinterindien suchte. Er nannte sie „Fernandina“ zu Ehren König Ferdinands. 1511 unterwarf der Spanier Diego Velásquez de Cuéllar mit seinen Truppen die schätzungsweise 300.000 indianischen Bewohner und nahm die Insel für die spanische Krone in Besitz. Er gründete die ersten Städte auf der Insel: Baracoa, Santiago de Cuba, Santa Maria de la Puerto Príncipe (das spätere Camagüey), Trinidad und Habana. Kuba wurde zum wichtigen strategischen Stützpunkt der Spanier in der Karibik.
Auch auf Kuba sorgten eingeschleppte Krankheiten, Zwangsarbeit und Verfolgung binnen kurzer Zeit zu einer starken Dezimierung der einheimischen Bevölkerung. Für die Bearbeitung der Felder, auf denen Tabak und Zuckerrohr angebaut wurden, wurden bald erste Sklaven aus Westafrika nach Kuba gebracht.
Die Spanier mußten im 16. und 17. Jahrhundert wiederholt Angriffe von Piraten und Eroberungsversuche durch Briten, Niederländer und Franzosen abwehren. Im Siebenjährigen Krieg (1756-63) eroberten die Briten die Insel. Im Tausch gegen Florida trat Großbritannien 1763 die Insel wieder an die spanische Krone ab. Im Zuge der Entwicklung der Plantagenwirtschaft im Verlauf des 18. Jahrhunderts stieg die Anzahl der schwarzen Sklaven auf der Insel sprunghaft an. Von den Erlösen der aufstrebenen Wirtschaft (vor allem durch den Zuckerexport) profitierte vor allem die kreolische Oberschicht. Bis 1840 wurde Kuba zum weltweit größten Zuckerrohrproduzenten weltweit. Als 1886 die Sklaverei auf Kuba verboten wurde, ließen die Zuckerbarone Arbeiter aus China und von den Philippinen kommen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lehnte sich die kubanische Bevölkerung erstmals gegen die spanischen Kolonialherren auf (1868 unter José Martí und Máximo Gómez). Durch die Unterstützung der USA (fast der gesamte Export an Zuckerrohr ging nach Nordamerika) erlangte Kuba 1898 als letzte spanische Kolonie die Unabhängigkeit. 1901 wurde die Republik Kuba ausgerufen und eine erste präsidiale Verfassung verabschiedet, wobei die starke Präsenz der USA erhalten blieb (u.a. durch zwei Militärstützpunkte). 1902 wurde Estrada Palma erster kubanischer Staatspräsident.
Unruhen auf Kuba führten 1906 und 1913 zu wiederholten Interventionen der USA. 1903 pachtete die amerikanische Regierung die Bucht von Guantánamo und das 114 qkm große Umland für eine Dauer von 99 Jahren. (Bis heute lehnte die US-Regierung eine Aufgabe ihres dort errichteten Marinestützpunktes kategorisch ab und kündigte an, ihn auch nach Ablauf des Pachtvertrages weiterbetreiben zu wollen.)
1933 wurde Fulgencio Batista y Zaldívar kubanischer Präsident und errichtete im Land eine von den USA tolerierte Diktatur (1940-44, 1952-58). Sowohl politisch als auch wirtschaftlich war Kuba zu dieser Zeit in starker Abhängigkeit von den USA: amerikanische Unternehmen kontrollierten annähernd alle relevanten Wirtschaftsbereiche. Die soziale Kluft zwischen der reichen Oberschicht und der verarmten Mehrheit der Bevölkerung wurde immer größer. Ein erster Putschversuch gegen die Regierung unter der Führung des Rechtsanwalts Fidel Castro Ruz scheiterte 1953, drei Jahre später ein weiterer. Daraufhin brach ein Guerillakrieg aus gegen die Regierung Batista, die von dieser mit Terror und Verfolgung bekämpft wurde. Daraufhin stellten die USA ihre Waffenlieferungen an die kubanische Regierung ein. In der Silvesternacht 1958/59 setzte sich der Präsident Kubas mit der Staatskasse im Wert von rund 40 Millionen US-Dollar ins Ausland ab.
Fidel Castro Ruz wurde neuer Staatspräsident (Januar 1959), an seiner Seite der argentinische Arzt und Revolutionär Ernesto Guevara Serna (Che Guevara, der 1967 in Bolivien erschossen wurde). Zu Castros ersten Maßnahmen gehörte die Enteignung aller Großbetriebe (auch der amerikanischen) und die Durchführung sozialistischer Reformen wie z.B. Programme für den Wohnungsbau und gegen das Analphabetentum. Nachdem die USA ihre Zuckerimporte aus Kuba stoppten, schloß die Regierung Castro 1960 ein erstes Handels- und Kapitalhilfeabkommen mit der Sowjetunion. 1961 scheiterte ein Invasionsversuch von Exilkubanern in der „Schweinebucht“, der vom amerikanischen Geheimdienst CIA unterstützt worden war.
Je weiter sich die kubanische Regierung von den USA entfernte, desto enger schloß sie sich an die Sowjetunion an. 1962 erklärte der kubanische Präsident Fidel Castro Kuba zu einem sozialistischen Staat. Als in Kuba die Aufstellung sowjetischer Mittelstreckenraketen begann, rückte eine massive Auseinandersetzung der beiden Weltmächte USA und UdSSR in greifbare Nähe (Kuba-Krise 1962). Durch ein Nachgeben der sowjetischen Führung unter Chruschtschow und den Abbau der sowjetischen Raketen konnte die Krise beigelegt werden. Mitte der 70er Jahre entsandte Kuba Truppen nach Angola und Äthiopien, um dort linksgerichtete Gruppen und Parteien zu unterstützen (Truppenrückzug 1989).
Gestützt durch sowjetische Subventionen und mit der Sowjetunion als wichtigstem Handelspartner blieb die Wirtschaft Kubas stabil. Die Lage änderte sich grundlegend, als sich Ende der 80er Jahre der Ostblock auflöste und sich die Sowjetunion und die osteuropäischen Länder sowohl politisch als auch wirtschaftlich umorientierten. Durch den Subventionsausfall geriet die Wirtschaft Kubas in eine schwere Krise. Castro, der nicht bereit war, den Sozialismus zugunsten einer Demokratisierung aufzugeben, sah sich gezwungen, ein Notstandsprogramm auszurufen. Für die Bevölkerung bedeutete dies Kürzungen der Lebensmittelzuteilungen, Stromsperren und vielfältige Einsparungsmaßnahmen. Um der Wirtschaftskrise Herr zu werden (das amerikanische Wirtschaftsembargo war nach wie vor gültig), verfolgte die kubanische Führung unter Castro zunehmend den Kurs einer Liberalisierung der Wirtschaft (langsame Abkehr von der Planwirtschaft und die Zulassung privater Unternehmen) unter Beibehaltung der politischen Ordnung. Auch auf den Ausbau des Tourismus (der Mitte der 90er Jahre die Zuckerrohrindustrie als wichtigsten Devisenbringer überflügelte) wurde besonderer Wert gelegt.
1994 kam es zu einer Massenflucht von Kubanern in die USA, die von der kubanischen Führung geduldet wurde. Vorwürfe der UNO und von Regierungen aus aller Welt gegen die USA und ihre Sanktionen gegen Kuba, die auf Kosten der dortigen Bevölkerung gehen, führten 1997 dazu, daß die amerikanische Führung eine Überprüfung bzw. Lockerung der Maßnahmen versprach. Im Januar 1998 besuchte das Oberhaupt der christlichen Kirche, Papst Johannes Paul II, Kuba. Im Vorfeld hatte Castro den 25. Dezember erstmals wieder offiziell als christlichen Feiertag zugelassen. Im gleichen Jahr wurde Fidel Castro erneut von der Nationalversammlung für weitere fünf Jahre als Staatsrat-Vorsitzender im Amt bestätigt und blieb weiterhin gleichzeitig Staatschef, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Politisches System
Hauptstadt: Havanna (La Habana)      
Laut Verfassung von 1976 ist Kuba ein sozialistischer Einparteienstaat mit der Kommunistischen Partei als einziger legaler politischer Partei. Staatsoberhaupt, Regierungschef (d.h. Vorsitzender des Staats- und Ministerrats) und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Staatspräsident (Fidel Castro Ruz, seit 1959, zunächst als Premierminister, ab 1976 als Staatspräsident). Die Nationalversammlung hat 589 Mitglieder, die direkt für fünf Jahre vom Volk gewählt werden. Die Abgeordneten wählen die 31 Mitglieder des Staatsrates und bestimmen gemeinsam mit diesem die Mitglieder des Ministerrats.
Kuba ist in 14 Provinzen und 169 Großgemeinden (Municipios) gegliedert.


Wirtschaft   
Seit der Revolution 1959 wird auf Kuba eine sozialistisch ausgerichtete Planwirtschaft betrieben, ohne daß es dem Land gelungen wäre, sich von der Struktur der Kolonialwirtschaft (Monokulturen) ganz zu lösen. Durch den Zerfall des Ostblocks und den damit verbundenen Ausfall des wichtigsten Handelspartners Sowjetunion und dessen massive wirtschaftliche Unterstützung geriet die kubanische Wirtschaft zu Beginn der 90er Jahre in eine schwere Krise. Erschwerend kommt das von den USA gegen Kuba verhängte Handelsembargo dazu, das trotz nachhaltiger Proteste durch die Vereinten Nationen nach wie vor in Kraft ist. Als 1994 zusätzlich die russischen Erdöllieferungen wegfielen, wurden drastische Reduzierungen des Energieverbrauchs notwendig. Die kubanische Regierung rief 1991 eine „Spezialperiode“ aus mit extremen Sparmaßnahmen und einer Stärkung der Selbstversorgung. Auch bemühte sich Staatschef Fidel Castro um eine Wiedereingliederung Kubas in den Weltmarkt und ließ vermehrt die Investition ausländischer Firmen im Land zu. Auch die Zulassung mittelständischer Betriebe auf selbständiger Basis gehört zu den Maßnahmen, mit denen die kubanische Wirtschaft gestärkt werden soll. Die Länder der Europäischen Union sind inzwischen die wichtigsten Außenhandelspartner Kubas, gefolgt von Kanada und China.
In der Landwirtschaft arbeiten ca. 20% aller Erwerbstätigen. Der Export von Zuckerrohr bzw. Zuckerrohrprodukten macht heute nur noch rund 40% des Außenhandels aus. Angebaut werden Kaffee, Tabak (Export der weltberühmten Havannas), Gemüse, Reis und Zitrusfrüchte. Die Fischerei spielt eine große Rolle bei der Deckung des Nahrungsmittelbedarfs der Bevölkerung.
In der Industrie sind nahrungsmittelverarbeitende Betriebe und die Herstellung von chemischen Produkten und Textilien von größter Bedeutung. Der Energiebedarf muß zu drei Vierteln durch Erdöl-Importe gedeckt werden. (Bei einem Staatsbesuch des russischen Präsidenten Putin im Dezember 2000 wurde beschlossen, u.a. den Bau eines Kernkraftwerkes mit russischer Unterstützung fertigzustellen.) Kuba verfügt über umfangreiche Bodenschätze (z.B. in Form von Nickel und Kobalt, gefördert werden auch Mangan, Chrom und Kupfer).
Als Haupteinnahmequelle für Devisen hat seit Mitte der 90er Jahre der Tourismus die Zuckerrohrindustrie auf den zweiten Platz verwiesen. Über 1100 Millionen US-Dollar bringen Touristen jährlich ins Land, jährlich werden es mehr. Der Ausbau der Tourismusindustrie wird von der Regierung stark vorangetrieben. Auch die Überweisungen von im Exil lebenden Kubanern an ihre Angehörigen, die auf über 500 Millionen US-Dollar jährlich geschätzt werden, sind von großer Bedeutung.