ZUM HAUPTMENU / Impressionen aus Marokko/Agadir - Juni 2000
     
 
     

der Hafen in Agadir

Fischhalle in Agadir

frischer Fisch
     

Bootsbau in Marokko

auf dem Weg nach Marrakesch

in Marrakesch's Gassen
     

Marrakesch - Gauklerplatz

in Marrakesch's Gassen

in der Steinwüste
     

eine kurze Rast
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in der Steinwüste

Marokko
Königreich Marokko

Geografie
Das Land         
Marokko liegt in Nordwestafrika und ist zusammen mit Tunesien und Algerien einer der sog. Mahgreb-Staaten. (Das Wort Maghreb stammt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie Westen bzw. der Ort, wo die Sonne untergeht). Mit einer Fläche von 458.730 qkm ist das Land etwa eineinviertelmal so groß wie Deutschland. Im Norden ist Marokko durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt, im Nordosten und Osten grenzt das Land an Algerien. Im Süden liegt das seit 1979 von Marokko besetzte Gebiet der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (UNO-Bezeichnung: West-Sahara).
Die marokkanische Landschaft ist vor allem durch die Gebirgszüge des Atlas geprägt, die auch den größten Teil der Landesfläche einnehmen. Entlang der Mittelmeerküste im Norden Marokkos, die vorwiegend steil und felsig ist, verläuft das Hochland des Er Rif (Rifatlas), das Höhen bis 2456 m erreicht. Parallel zur Atlantikküste im Westen des Landes ziehen sich von Südwesten nach Nordosten die Ketten des Mittleren, des Hohen und des Anti Atlas (von Norden nach Süden gesehen). Im Hohen Atlas liegt mit 4165 m der höchste Berg des Landes, der Toubkal, der auch gleichzeitig der höchste Berg Nordafrikas ist. Von der Atlantikküste steigt das Gelände an zum zentralen Teil der marokkanischen Meseta, einer weitläufigen, schwach gewellten Hochebene mit einzelnen Inselbergen, die sich rund 450 m über dem Meeresspiegel befindet. Die Meseta wird im Süden und Osten vom Hohen bzw. Mittleren Atlas begrenzt. Während es im nördlicheren Teil des Landes fruchtbare Ebenen gibt mit Flüssen, die das ganze Jahr über Wasser führen (Moulouya, Sebou), geht die Landschaft südlich der Atlasketten langsam in die Ebenen der Sahara über. Hier finden sich eine Vielzahl von Oasen.
Die größte Stadt des Landes ist Casablanca (Ad-Dar-el-Beida) mit rund 3 Millionen Einwohnern, gefolgt von der Hauptstadt Rabat (ca. 1,38 Millionen Einwohner). 

Klima
Während im Nordwesten Marokkos überwiegend mediterran beeinflußtes Klima herrscht, bestimmen kontinentale Einflüsse das Binnenland und den südlicheren Teil des Landes, im äußersten Süden herrscht Wüstenklima. Der Hohe und Mittlere Atlas bilden dabei die Klimascheide. Das mediterrane Klima bringt trockenheiße Sommer mit sich und milde, regenreiche Winter. Die durchschnittlichen Temperaturen in Rabat an der Atlantikküste werden mit etwa 12,5°C im Januar und 23°C im Juli angegeben. Im Landesinneren überwiegen die kontinentalen Klimaeinflüße, in Marrakesch werden im Sommer teilweise bis zu 45°C erreicht, der Mittelwert liegt bei etwa 29°C. In den Wintermonaten fallen die Temperaturen in den höheren Lagen bis auf den Gefrierpunkt. Die Niederschläge nehmen in Richtung Süden ab: In Rabat werden rund 500 mm jährlich gemessen, in Marrakesch im Landesinneren rund 240 mm, in Agadir etwa 200 mm. In den Sommermonaten weht zeitweise aus der Sahara ein heißer, trockener Wind (Schirokko).

Flora und Fauna
Ä hnlich unterschiedlich wie das Klima ist auch die Vegetation in Marokko. Im Norden ist sie mediterran geprägt, neben Strauchgewächsen wie Wacholder und Alfagras finden sich in den Ebenen und den regenreicheren Regionen der Gebirge Restbestände von Eichen- Korkeichen-, Zedern- und Tannenwäldern. An den Stellen, an denen die ursprüngliche Vegetation durch jahrhundertelange Abholzung verdrängt wurde, findet sich vor allem Macchie und Zwerpalmen. Im Bereich der südlichen Atlantikküste wachsen Eisenholzbäume und Jujuben. So gut wie vegetationslos sind die Wüstengebiete der Sahara im Süden des Landes.
Durch die Einengung ihres natürlichen Lebensraumes sind Tierarten wie z.B. der Serval, Leoparden und Wüstenluchse vom Aussterben bedroht. Relativ häufig finden sich noch der Fennek (Wüstenfuchs), Hyänen, Schakale und Gazellen. An Reptilien kommen u.a. verschiedene Eidechsenarten, Chamäleons und Schlangen vor. Auch die Vogelwelt ist artenreich (z.B. Zwergadler, Geier, Milane, Störche).


Kultur und Gesellschaft
Bevölkerung   
Marokko hat rund 28 Millionen Einwohner. Das Bevölkerungswachstum wird mit 2,6% angegeben. Rund 70% der Bevölkerung sind arabisch sprechende Marokkaner, etwa 30% gehören den Berbern an. Der Name Berber stammt ursprünglich von „Barbaren“ (lat. barbarus) und wurde den Völkern, die nicht der römischen oder griechischen Zivilisation angehörten, von den Römern verliehen. Später wurde der Begriff auf die Völker des nordwestlichen Afrika eingegrenzt. Die Berber sind kein einheitliches Volk, sondern es handelt sich um mehrere verschiedene Volksgruppen, die ebenso viele verschiedene Dialekte sprechen. In Marokko leben die Angehörigen des Berbervolkes überwiegend in den Gebirgszügen des Rif und des Hohen Atlas bzw. in den Oasen südlich der Gebirge. Obwohl die Kultur der Berber stark vom Arabischen beeinflußt wurde, erhielten sich eigene Sitten und Gebräuche über die Jahrhunderte. Typisch für die Berbervölker sind die festungsartig gebauten Siedlungen, Kasbas genannt.
Ausländer, die überwiegend aus Algerien, Tunesien und Frankreich stammen, stellen nur eine geringe Minderheit dar. Ein Großteil der Bevölkerung Marokkos konzentriert sich auf die Küstengebiete im Norden und Nordwesten und auf die fruchtbaren Ebenen des Landes. Knapp die Hälfte von ihnen leben in Städten. Amtssprache ist Arabisch, daneben werden verschiedene Berbersprachen gesprochen, Französisch hat als Handels- und Bildungssprache noch Bedeutung. Staatsreligion ist der Islam. Obwohl für Kinder Schulpflicht besteht, liegt die Analphabetenquote der Bevölkerung Marokkos bei ungefähr 50%, wobei sie bei Frauen signifikant höher ist (ca. 75%).

Geschichte
Ungefähr seit dem 2. Jahrtausend vor Christus war das Gebiet des heutigen Marokko von verschiedenen viehzüchtenden Berberstämmen besiedelt. Ab 1200 v.Chr. baute das Volk der Phönizier die ersten Handelsniederlassungen entlang der Nordküste Afrikas, ab 841 v.Chr. wurde von ihnen an der Küste des heutigen Tunesien Karthago gegründet, das in den nächsten Jahrhunderten der Mittelpunkt des karthagischen Reiches wurde. Die Handelsniederlassungen auf marokkanischem Gebiet wurden dabei wichtige Stützpunkte. Erst den Römern gelang es, Karthago einzunehmen (Dritter Punischer Krieg 146 v.Chr.), das Gebiet des heutigen Marokko wurde 42 n.Chr. zur römischen Provinz Mauretania Tingitana (zusammen mit Teilen Algeriens). Nach den Vandalen (429 n.Chr.) und den Truppen des oströmischen Kaisers Justinian (534 n.Chr.) begann ab Ende des 7. Jahrhunderts die Vorherrschaft der Araber, mit denen auch der Islam Einzug hielt. Bis zum Jahr 710 wurde auch das Gebiet des heutigen Marokko besetzt. Ein Großteil der Berbervölker übernahm den Islam als Religion, bewahrte sich jedoch eigene Kulturen und Gebräuche. Die Araber nannten das Gebiet Al-Maghrib (maghreb ist das arabische Wort für "Westen"), was heute noch die offizielle Bezeichnung für Marokko ist.
Aufstände nordafrikanischer Berber gegen die Araber führten zur Unabhängigkeit der vielen kleinen Fürstentümer auf marokkanischem Boden. Das Berbergeschlecht der Almoraviden (1062-1147) verlegte die Hauptstadt von Fès nach Marrakesch (von diesem Städtenamen stammt auch die europäische Bezeichnung "Marokko"). Von hier aus begannen Eroberungszüge auf das spanische Festland, das bis zum Ebro (Andalusien) erobert wurde. Erst um 1400 mußte sich die inzwischen herrschende Dynastie der Meriniden aus Südspanien zurückziehen. Unter den Meriniden wurde Fès wieder zur Hauptstadt ernannt, das bis Ende des 10. Jahrhunderts das Zentrum des Islams in Afrika war. Um 1420 übernahm das Geschlecht der Wattasiden die Macht in Al-Maghrib, etwa zur gleichen Zeit begannen die Portugiesen, gefolgt von den Spaniern, die marokkanischen Hafenstädte zu erobern. 1505 wurde die Hafenstadt Agadir von den Portugiesen gegründet. Rund 15 Jahre später kontrollierte Portugal alle wichtigen Atlantikhäfen Marokkos.
Den Wattasiden folgte das Geschlecht der Saditen als Herrscher in Al-Maghrib: Unter ihnen wurden ab Mitte des 16. Jahrhunderts Handelsbeziehungen mit den europäischen Staaten aufgenommen. Den Saditen folgten die Alawiten, die heute noch die herrschende Dynastie in Marokko darstellen. Unter Mulay Ismail (1672-1727) wurden bis 1720 fast alle von Portugiesen und Spaniern besetzten Häfen zurückerobert (Mellila, Sidi Ifni und Ceuta blieben in spanischer Hand).
Im 19. Jahrhundert manifestierte sich die europäische Einflußnahme in Marokko: In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde Algerien von den Franzosen erobert, die weiter versuchten, auf marokkanischen Boden vorzudringen. 1843/44 unterlagen marokkanische Truppen, im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurden Teile von Marokko von Spaniern (1860, Tetouan) und Franzosen (1907, Casablanca) besetzt. Eine Einigung der konkurrierenden europäischen Mächte wurde 1909 erzielt: Spanien erhielt das Rifgebirge und die Provinz Ifni im Süden Marokkos als Protektorat. Dort sahen sich die spanischen Truppen bald mit Aufständen der einheimischen Bevölkerung konfrontiert. Frankreich schloß mit dem marokkanischehn Sultan Mulay Hafid 1912 einen Protektoratsvertrag, der den Sultan als Oberhaupt Marokkos beließ, die politische Macht jedoch in die Hände der Franzosen gab. Immer wieder kam es in den folgenden Jahren zu Aufständen der Bevölkerung gegen die französische und spanische Besatzung. Auf politischer Ebene bildete sich die Unabhängigkeitspartei "Istiklal", die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs starken Zulauf hatte. Auch der herrschende Sultan Mohammed V. lehnte sich zunehmend gegen die Anordnungen Frankreichs auf. 1956 wurden die französischen und spanischen Protektorate aufgehoben und Marokko wurde ein unabhängige Monarchie unter König Mohammed V. 1961 folgte ihm Hassan II. als Regent des Landes. Ein Jahr später trat eine neue Verfassung in Kraft, in der Marokko zur parlamentarischen Monarchie erklärt wurde, wobei der König die gesamte politische Macht innehatte. Oppositionelle Bewegungen im Land, die mehr Demokratie forderten, wurden niedergeschlagen, Parteien wie die Nationale Union der Volkskräfte (UNFP) verboten. König Hassan II. verhängte für fünf Jahre einen Ausnahmezustand über das Land.
Außenpolitisch geriet Marokko in Konflikt mit Algerien: beide Staaten stellten Gebietsansprüche auf Mauretanien und große Teile der Sahara. 1970 erkannte Marokko die Islamische Republik Mauretanien offiziell an, forderte aber wenig später das Gebiet des ehemaligen Spanisch-Sahara, das durch Funde großer Phosphatvorkommen wirtschaftlich interessant geworden war. 1975 wurde das Gebiet in einem Abkommen zwischen Marokko und Mauretanien verwaltungsmäßig aufgeteilt, wobei die vorhandenen Bodenschätze von beiden Ländern genutzt werden sollten. Marokko gliederte die Sahara-Gebiete als Provinzen in sein Staatsgebiet ein, zeitgleich jedoch wurde von der Volksfront POLISARIO ("Frente Popular para la Liberatión de Saqiya al-Hamra y del Río de Oro"), die von Algerien und Libyen unterstützt wurde, eine "Demokratische Arabische Republik Sahara" (UNO-Bezeichnung: West-Sahara) ausgerufen. Dieser Konflikt zog jahrelange blutige Auseinandersetzungen nach sich zwischen Mitgliedern der POLISARIO und marokkanischen Truppen. Als Mauretanien 1979 die Republik Sahra anerkannte und sich aus seinen Gebieten zurückzog, annektierte Marokko auch diesen Teil von West-Sahara. An die 100.000 Menschen flohen aus diesem Gebiet in die Wüstenregion Tindouf (auf algerischem Boden). Erst zu Beginn der 90er Jahre konnte durch internationale Vermittlung ein Waffenstillstandsabkommen ausgehandelt werden. Der für 1992 vorgesehene Bürgerentscheid über die Zukunft des umstrittenen Gebietes wurde wiederholt verschoben.
Der West-Sahara-Konflikt isolierte Marokko nicht nur im arabischen Lager, sondern zeitweise auch auf internationaler Ebene und stellte politisch und finanziell eine große Belastung für das Land dar. Innenpolitisch hatte der autoritäre Regent Hassan II. sich mit Forderungen nach einer zunehmenden Demokratisierung des Landes und Unruhen aufgrund sozialer Mißstände auseinanderzusetzen. Menschenrechtsorganisationen warfen dem marokkanischen Regenten vor, er würde politisch Andersdenkende foltern und ermorden lassen. 1992 trat eine neue Verfassung in Kraft, die dem Parlament mehr Vollmachten zugestand, die Führungsrolle des Regenten jedoch unangetastet ließ. Bei Wahlen 1993 zeigten sich eindeutige Verluste der konservativen Regierungspartei, eine Entwicklung, die sich auch bei den Wahlen 1997 bestätigte. Mitte 1996 wurde ein Zwei-Kammern-Parlament eingeführt, 1997 wurden erstmals Parlamentsabgeordnete direkt vom Volk gewählt. Im Juli 1999 wurde Mohammed VI. eine Woche nach dem Tod seines Vaters Hassan II. neuer Regent Marokkos. Er versprach weitreichende Reformen für das Land. Eine seine ersten Amtshandlungen war die Entlassung des Innenministers Driss Basri, dessen Maßnahmen gegen Oppositionelle in Verruf geraten waren und dem Wahlmanipulation vorgeworfen wurde. Emigranten, die von Hassan II. des Landes verwiesen wurden, durften in ihre Heimat zurückkehren. De facto hat sich für die Bevölkerung des Landes nicht viel geändert. Weder verfügen die Staatsbürger über mehr politisches Mitbestimmungsrecht, noch hat sich an der sozialen und wirtschaftlichen Situation etwas wesentlich geändert. Der Monarch gilt als sehr beliebt bei seinem Volk. Zu den Staatschefs von Spanien und Frankreich hält Mohammed VI. enge Kontakte.

Politisches System
Hauptstadt: Rabat      
Marokko ist eine konstitutionelle Monarchie. Der Monarch (seit Juli 1999 Mohammed VI.) ist Staatsoberhaupt, geistliches Oberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitmächte. Seine weitreichenden Vollmachten umfassen u.a. die Ernennung des Ministerpräsidenten (seit März 1998 Abderrahmane Youssoufi, Sozialdemokrat) und der Kabinettsmitglieder, die Auflösung des Parlaments und die Verhängung des Ausnahmezustands. Gemäß des Artikels 23 der Verfassung ist die Person des Königs "unverletzlich und heilig", ein weiterer Artikel (28) der Verfassung weist darauf hin, daß "königliche Botschaften an die Nation und das Parlament nicht Gegenstand von Debatten sind". Die Legislative liegt beim Zwei-Kammern-Parlament, das aus dem Senat mit 270 Sitzen und dem Repräsentantenhaus mit 325 Sitzen besteht. Während die Abgeordneten des Repräsentantenhauses direkt vom Volk für fünf Jahre gewählt werden, werden die 270 Mitglieder des Senats durch Vertreter der Gemeinden und aus Berufsorganisationen für neun Jahre gewählt. Alle Gesetze, die vom Parlament verabschiedet werden, müssen vom König bestätigt werden.


Wirtschaft   
Zu Beginn des neuen Jahrtausends leben noch rund 15% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Einwohner wird auf etwa 1245 US-Dollar geschätzt. Die Auslandsverschuldung Marokkos wird mit etwa 22 Milliarden US-Dollar angegeben.
In der Landwirtschaft sind rund 40% der Erwerbstätigen beschäftigt. Neben der Viehzucht spielt vor allem der Anbau von Getreide (Weizen, Hirse, Gerste, Reis), Gemüse, Oliven, Zitrusfrüchte und Dattelpalmen eine Rolle. In der Forstwirtschaft (rund 12% des Landes sind bewaldet) spielt neben der Korkproduktion die Verwertung von Alfagräsern eine Rolle. Der Fischfang liefert gute Erträge durch die reichen Fanggründe im Atlantik (Makrelen, Thunfisch, Sardinen und Schalentiere).
Wichtiger Wirtschaftsfaktor in Marokko stellen die Bodenschätze dar: Marokko ist drittgrößter Exporteur von Phosphat. Ein großer Teil der Phosphatvorkommen liegen in den Gebieten der von Marokko annektierten West-Sahara. Weiter werden Kohle, verschiedene Erze, Mangan, Blei, Baryt und Erdöl gefördert. Obwohl die Industrie in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts unter finanzieller Hilfe der USA und einiger europäischen Länder stark gefördert wurde, ist sie nur mäßig entwickelt. Rund ein Viertel der Erwerbstätigen sind in diesem Sektor beschäftigt, in dem nahrungsmittelverarbeitende Betriebe dominieren. Weitere Indstrieerzeugnisse sind Metallprodukte und Kunststoffe, Baumaterialien, Textilien und chemische Produkte. Die wichtigsten Handelspartner sind neben Frankreich und Spanien Deutschland, Italien, Japan, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate. Wichtige Deviseneinnahmequelle sind die Überweisungen der im Ausland lebenden Marokkaner. Die Einnahmen durch den Fremdenverkehr steigen jährlich an.